Hintere Hörnle

Blick auf die Zugspitze bei der Wanderung aufs Hintere Hörnle
3,5 Std. 11,5 km 750 hm

Die letzten Tage des Jahreswechselurlaubs wollen noch gut genutzt werden. Nachdem es am gestrigen Feiertag (zumindest hier in Bayern :)) bei uns zu Hause ordentlich Neuschnee gab, sollte es heute dann Richtung Ammergauer Alpen gehen. Auf dem Programm steht die Wanderung aufs Hinteren Hörnle.

Zunächst waren wir auf Grund des Schnees etwas skeptisch – das sollte sich jedoch vor Ort als völlig unbegründet erweisen. Zumindest die großen Neuschneemassen sind hier wohl ausgeblieben. Los gings also im Halbdunkeln um 7:15 Uhr am Parkplatz Kappel. Gleich zu Beginn haben wir uns die Grödeln an die Schuhe geschnallt und folgten der Teerstraße für einige Minuten. An der Scheune ignorieren wir die Schilder und gehen weiter gerade aus. Im Schnee ist es zwar nicht immer einfach, den Weg zu finden, aber genug Fußspuren vor uns leiten uns dann doch den Berg hoch gen Wildeck.

Auf dem Weg nach oben traut sich dann auch die Sonne hinterm Horizont hervor und färbt den Himmel rot. Wir müssen immer wieder für Fotostopps anhalten und die Kamera zücken. So ein Sonnenaufgang ist einfach ein magisches Naturschauspiel.

Irgendwann haben wir es dann aber doch geschafft und kommen an der Hörnle Alm raus. Links von uns ragt bereits das Mittlere Hörnle auf. Das ignorieren wir ganz gekonnt und haben das Hintere Hörnle direkt vor uns. Die Schilder künden nochmal 20 min bis zum Ziel an und wir machen uns auf den Weg. Der Anstieg mit dem ständigen Blick aufs Hintere Hörnle ist tatsächlich super motivierend. So schaffen wir es dann auch in 15 min bis zum Gipfel.

Nach dem verdienten Gipfel-Bier geht es wieder zurück zur Hörnle Alm. Das Mittlere Hörnle sparen wir uns und statten dafür dann dem Vorderen Hörnle noch einen Besuch ab. Das ist wirklich keine Herausforderung mehr, und wir genießen noch einmal den Blick auf Hörnle Hütte und Unterammergau.

Beim Abstieg zur Hörnle Hütte bemerken wir dann auch, dass es hier To-Go Geschäft gibt. Es sind schon einige Leute unterwegs (Rodler, Schneeschuhwanderer, Tourenski-Geher und „normale“ Grödel-Wanderer), die sich am Kiosk noch eine Verstärkung gönnen. Wir hatten aber genug Proviant dabei und so folgen wir den Schildern Richtung Kappl/Unterammergau. Bergab gehts durch einen Wald. Hat man diesen passiert und den Stacheldrahtzaun am Hocker überstiegen, bekommt man noch einmal eine Traum-Aussicht aufs Tal.

Danach geht es in breite Wanderwege über und wir sind traurig, dass wir nicht doch einen Rodel dabei haben um den Abstieg noch etwas zu beschleunigen.

Wollt ihr die Tour im Winter gehen? Dann beachtet unbedingt unsere Tipps zum Winterwandern!

Infos für Familien: Sowohl im Hin- als auch im Rückweg Steige mit moderater Steigung. Für Kinder/Kraxen geeignet, für Kinderwagen nicht. Allerdigns gibt es andere Wege, die Richtung Hörnlehütte führen, die auch Kinderwagen tauglich sind.
Infos für Wanderer mit Höhenangst: Gipfelkreuz hinteres Hörnle leicht exponiert, alles in allem aber keine steilen Felshänge. Sollte also unproblematisch sein.
Tourenkarte in 3D

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