Staffel

Sonnenaufgang am Staffel
3,5 Std. 9,77 km 780 hm

Letztes Wochenende ging es zum Sonnenaufgang Richtung Jachenau auf den Staffel. Auf Grund der geltenden Corona-Ausgangssperren ging es gegen 5:30 am Parkplatz in Niggeln los.

Bei vielen Online-Portalen ist diese Rundtour mit einem Aufstieg über die Ostseite beschrieben. Wir haben uns bewusst für die umgekehrte Richtung mit Aufstieg über Westseite / Fuchseneck entschieden. Der Steig an der Ostseite des Staffels verspricht eine schönere Aussicht. Das wollten wir uns gerne für das Tageslicht aufheben.

Nach einigen 100 Metern geht es in Achner dann von der Straße ab Richtung Forstweg. Hier lag ordentlich Schnee, sodass wir uns direkt unsere Grödeln angezogen haben (siehe auch unsere Tipps zum Winterwandern / Ausrüstung). Trotz einigen Tagen schönem Wetter sollte man die Wegverhältnisse im Winter nicht unterschätzen. Leider ist das noch nicht bei allen Wanderfreunden angekommen. Auf dem Rückweg sind uns nicht wenige entgegen gekommen, die wirklich abenteuerlich ausgerüstet waren.

Wir folgen dem Forstweg und sparen uns einige Meter, indem wir nach einiger Zeit rechts auf den Wanderweg (ausgeschildert!) abbiegen und nicht stur dem Forstweg folgen. Irgendwann geht es dann der Beschilderung folgend auch recht steil in den Wald hinein. Teilweise muss man hier auch die ersten Schmelzwasserbäche durchqueren. Wasserfestes Schuhwerk ist definitiv zu empfehlen!

Wir kommen bei dem ganzen Schnee auch ordentlich ins Schwitzen. Gleichzeitig haben wir natürlich die Uhr fest im Blick, schließlich wollten wir gerne den Sonnenaufgang sehen. Davon angespornt kämpfen wir uns weiter den Berg hoch.

Kurz vor dem Gipfel wird es dann nochmal richtig steil. Teilweise liegen hier bestimmt 50cm Schnee, wenn man falsch tritt sackt man ordentlich ein. Schade, dass wir keine Schneeschuhe dabei haben. Über einen kleinen Sattel im Wald geht es dann auf die letzten Meter. Das Gipfelkreuz des Staffel erblickt man tatsächlich das erste Mal, wenn man nur noch 10 m entfernt ist. Immerhin haben wir den Aufstieg in sportlichen 1,5 Std. geschafft und sind rechtzeitig zum Sonnenaufgang oben.

Oben angekommen wechseln wir erstmal unsere durchgeschwitzte Kleidung und packen die Kamera aufs Stativ. Der Sonnenaufgang ist dann weniger spektakulär wie erhofft, dafür ist die Aussicht umso grandioser. Wirklich ein wunderbarer Rundumblick und super Aussicht aufs Karwendelgebirge. Und herrlich ganz alleine auf dem Gipfel zu sein. Dafür lohnt sich das frühe Aufstehen.

Nachdem wir uns ausreichend erholt und mit Bier und Müsliriegeln gestärkt haben, geht es über die Ostseite des Staffel bergab. Unsere Entscheidung die Tour „umzudrehen“ hat sich gelohnt. Wir können nochmal einen Blick auf den Sylvensteinstausee genießen.

Der weitere Weg ist wirklich sehr ansprechend, obwohl er stellenweise von Schneemassen bedeckt ist. Wer hier ein paar cm neben den festgetretenen Weg tritt, sackt 40cm tief ein. Meine Bänder bedanken sich auch Tage später noch.

Inzwischen sind auch alle anderen Wanderer von nah und fern auf den Beinen und strömen Richtung Gipfel. Ein Glück, dass wir schon wieder auf dem Weg bergab sind. Erschöpft, aber sehr glücklich erreichen wir dann nach knapp 1,5 Std. wieder den Parkplatz in Niggeln.

Infos für Familien: Kurz unter dem Gipfel teilweise Steige und steilere Passagen, daher nicht Kinderwagen geeignet.
Infos für Wanderer mit Höhenangst: Keine ausgesetzten Stellen, Gipfel fällt Richtung Jachenau steiler ab, aber im Großen und Ganzen unkritisch.

Tourenkarte in 3D

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