Osterfeuerköpfl

Blick auf den Hirschberg vom Osterfeuerköpfl
Aufstieg 1,5 Std. 6,8 km 670 hm

Herbst, Sonntagnachmittag, dichter Hochnebel. Wir haben eine gemütliche Tour gesucht, weil wir am Tag davor schon unterwegs waren. Nach etwas Recherche fiel unsere Wahl auf das Osterfeuerköpfl bei Eschenlohe. Tipp: Eschenlohe ist super von München innerhalb von 1 Std. mit der Regionalbahn erreichbar.

Namenschaos: Osterfeuer-was?

Gleich vorweg: Für diesen Berg gibt es gefühlt unzählige Namen. Osterfeuerberg scheint der Überbegriff zu sein. Als Gipfel gibt es dann auf den diversen Wanderkarten wiederum den Osterfeuerberg (1215), das Osterfeuerköpfl (1336) sowie die Osterfeuerspitze (1368). Unsere Route führte uns zu einem Gipfelkreuz, was laut GPS Daten aber das Osterfeuerköpfl gewesen sein müsste. Die Osterfeuerspitze befindet sich offensichtich noch einmal ein paar Meter weiter. Wenn ihr das (Namens-)Chaos verstanden habt und korrigieren wollt, könnt ihr uns gerne schreiben.

Los ging es für uns am ersten Wanderparkplatz in der Walchenseestraße 40-50. Hier kommen wir nachher auch wieder runter, von daher ist der Parkplatz perfekt. Wer die Route ohne Steig gehen möchte, kann auch den Wanderparkplatz Osterfeuerberg ansteuern. Vom Bahnhof sind es etwa 20 Minuten (1,5 km) gemütlicher Spaziergang bis hierhin.

Aufstieg zum Osterfeuerberg

Wir laufen also von unserem Wanderparkplatz zunächst etwa 900m an der Straße entlang zu dem zweiten Wanderparkplatz. Hier geht es dann links Richtung Osterfeuerkopf. Der Weg ist stellenweise beschriftet. Wir folgen dem Steig bis es bei 1,5 km / 900 hm zu einer unscheinbaren Gabelung kommt. Wer mag kann hier geradeaus gehen (nicht beschildert), dann wird es aber deutlich steiler. Alternativ folgt man dem Weg links und macht den etwa 500 Meter längeren Weg. Das macht sich natürlich bei gleicher Höhendifferenz positiv in der Steigung bemerkbar.

Dort wo beide Wege wieder zusammen treffen geht es dann in Serpentinen weiter den Berg hoch. Wir hatten leider wie zu Beginn gesagt dichten Hochnebel, der sich auch erst am Gipfel etwas gelichtet hat. Wie toll die Aussicht gegenfalls ist, können wir daher leider überhaupt nicht bewerten. Größtenteils verläuft der Weg jedoch im Wald. Damit ist er auch gut geeignet für heiße Sommertage.

Bei etwa 3 km passieren wir dann (laut Karte) den Osterfeuerberg (1215). Hier sehen wir im dichten Nebel die mystische Hütte im Wald, allerdings leider keinen Gipfel/Aussichtspunkt. Wir folgen also weiter dem Weg und geben die Hoffnung nicht auf, doch noch über die Wolkendecke zu gelangen.

Der Gipfel: Osterfeuerköpfl

Durch einen stark in Mitleidenschaft genommen Wald führt uns der gut einsehbare Weg immer weiter Richtung Gipfel. Hier sind keine schwierigen Passagen zu meistern. Stellenweise ist der Boden etwas aufgeweicht, aber das ist kein Problem. Nach weiteren 800 Metern haben wir die fehlenden 200 Höhenmeter überwunden und erreichen das Kreuz am Osterfeuerköpfl. Hier verläuft exakt die Wolkengrenze und ein paar Mal blitzt die „Hohe Kisten“ hervor. Immerhin haben wir bei unserem Gipfeltee noch ein paar Sonnenstrahlen.

Abstieg über den Steig zum Heldenkreuz

Zunächst einmal geht es wieder zum Osterfeuerberg bzw. der Hütte im Wald zurück. Kurz danach geht sehr unscheinbar ein kleiner Trampelpfad rechts vom Weg ab. Wer den nicht verpassen will, ist mit einer guten GPS App gut beraten. Aber Vorsicht: Der Steig ist stellenweise ausgesetzt und steil. Man sollte entsprechende Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen. Wer mit Kind und Kegel unterwegs ist, dem empfehlen wir den gleichen Abstieg wie Aufstieg.

Vermutlich hat man auf dem Steig auch gigantische Aussicht. Wir können kaum 50 Meter weiter schauen. Dadurch sehen wir oft neben dem Weg nur gähnende Leere. Das macht es stellenweise schon etwas unheimlich.

Der Steig hat eine Länge von etwa 700 Metern und überwindet dabei 250 Höhenmeter. Stellenweise ist die Steigung 40%. Ab dem Heldenkreuz geht es dann wieder über in einen gut befestigten und nicht mehr ausgesetzten Wanderweg. Zum Schluss gehen wir noch etwa 1 km über die Forststraße zurück zu unserem Parkplatz. Alles in allem eine schöne Sonntagstour. Sicherlich werden wir die noch einmal bei besserer Aussicht wiederholen.

Infos für Familien: Tour (Hinweg) für Familien und Kinder geeignet
Infos für Wanderer mit Höhenangst: Auf dem Steig am Rückweg sollte man schwindelfrei und trittsicher sein; Alternativ: Hoch wie runter
Tourenkarte in 3D

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