Hochplatte – Ammergauer Alpen Bisher keine Bewertungen verfügbar.

Kai am Gipfelgrat der Ammergauer Hochplatte
2,5-3 Std. (Aufstieg) 10,8 km 910 hm

Die Ammergauer Hochplatte mit ihren 2082 m ist eine wirklich atemberaubende Wanderung. Am Gipfelgrat erfordert sie zwar kleinere Kraxeleien, aber die Mühe lohnt sich. Geheimtipp: Auch hier empfehlen sich grundsätzlich die Tages-Randzeiten, da der Berg bei gutem Wetter schon einiges an Publikum anzieht.

Start an der Ammerwald Alm

Los geht es ab dem Wanderparkplatz an der Ammerwald Alm. Diese liegt bereits in Österreich (auf der Strecke Richtung Plansee). Hier kann man natürlich auch gut einkehren (am besten nach der Wanderung). Wie der Kaiserschmarrn dort schmeckt, verraten wir euch noch einmal in einem gesonderten Post!

Überquerung Roggentalbach

Wir folgen der guten Beschilderung („Hochplatte“) vom Parkplatz weg links an der Ammerwald Alm vorbei. Dabei stoßen wir nach wenigen hundert Metern auf einen kleinen Bach. Nach etwa einem Kilometer gilt es dann den Roggentalbach zu queren. Achtung: Bei starken Regenfällen kann der Bach sehr viel Wasser führen. Wir haben hier bereits einmal die Tour abbrechen müssen, da ein überqueren des Baches nicht möglich war.

Die Überquerung gestaltet sich mit einer im Wasser liegenden Stahlleiter und einigen Baumstämmen als recht abenteuerlich, aber machbar. Wir haben es bisher immer mit trockenen Füßen auf die andere Seite geschafft. Im Hochsommer kann man sich aber in den Gumpen auch eine gute Abkühlung genehmigen.

Immer den Schildern nach…

Wir folgen weiter dem Bach im Roggental-Kar bergauf, rechts und links eingerahmt durch Schäferblasse und Weitalpspitz. Wunderbares Latschengelände, steile Passagen, Steine – typisch Ammergauer Alpen eben. Nach etwa 1,6 km (ca. 1 Std.) gelangen wir zu einer Abzweigung. Hier teilt sich unsere „Rundtour“ auf. Wir werden der Beschilderung rechts folgen und später an dem Schild wieder von links ankommen. Die Kraxelstelle im späteren Verlauf am Gipfelgrat liegt auf dem linken Teil der Route (=“Rückweg“).

Auf der Passage zum nächsten Schild zieht die Steigung dann auch ordentlich an und erreicht stellenweise 40-45%. Am Schild folgen wir dem Wegweiser weiter nach links Richtung Hochplatte (rechts würde es weiter zur Weitalpspitz gehen).

Gipfelgrat Hochplatte

Nach etwa 500 – 700 m befinden wir uns bereits auf dem Bergrücken der zum Kreuz der Hochplatte ansteigt. Hier sind einige stahlseilversicherte Passagen, die aber nicht stark ausgesetzt sind. Achtet auf eure Schritte, benutzt eure Hände um euch zu sichern aber genießt auch die herrliche Aussicht. Nach insgesamt gut 5,5 km sind die 900 Höhenmeter überwunden und wir dürfen uns am Gipfelkreuz der Ammergauer Hochplatte ausruhen.

Abstieg von der Hochplatte übers Fensterl

Wer sich die Kraxel-Passagen nicht zutraut oder wenn die Bedingungen nicht optimal sind, geht man am besten wieder über den selben Weg zurück. Theoretisch kann man auf dem Rückweg auch den Weg über die Weitalpspitz wählen und kommt wieder an der Ammerwald Straße aus. Dazu vielleicht wann anders mehr. Wir gehen den Weg jetzt weiter Richtung Westen.

Hier ist man stellenweise etwas exponiert und muss auch schon mal die Hände zur Hilfe nehmen. Nach einigen Minuten stoßen wir hier auch auf eine Kraxelstelle. Hier sollte man die Aufmerksamkeit also ganz auf Berg, Füße und Hände richten und kurz die grandiose Aussicht vergessen.

Nach einer kleinen, steilen Passage bergab passieren wir dann auch das Fensterl. Hier kommt übrigens ein anderer Wanderweg von Norden den Berg hoch. Ein wirklich spektakulärer Fotospot ist das allerdings nicht, da gibt es auf dem Grat deutlich schönere Aussichtspunkte.

Von hier aus ist es dann auch wieder ungefährlicher und man schreitet über den Wanderweg recht steil im Kar wieder Richtung Weggabelung. Ab da ist dann der Weg runter der gleiche wie hoch.

Infos für Familien: Nicht für Familien geeignet
Infos für Wanderer mit Höhenangst: Die Kraxelstellen sind nicht schwer, erfordern aber Trittsicherheit da leicht ausgesetzt.
Tourenkarte in 3D

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